Ein Liter Licht…

Hallo Ihr Lichtgestalten,

wie ihr wisst, sind wir als Start-up Unternehmen vor kurzer Zeit an den Start gegangen und widmen uns dem Thema Licht im Zusammenhang mit der Gesamtarchitektur.

Dabei haben wir immer neue, kleinere Hürden zu überspringen die es für Start-ups zu überspringen gilt, Kapitalbedarf, Räumlichkeiten, Personalfragen, Steuerrechliches und und und…

All diese Dinge erscheinen lächerlich wenn man sich einmal den Brasilianer Alfredo Moser anschaut.

Uberaba liegt im südlichen Teil Brasiliens und genau von dort stammt Alfredo Moser. Anfang 2000 lebte der Großteil der Bevölkerung dort ohne Strom in sehr einfachen, hüttenähnlichen Konstrukten aus Wellblech und Holz, lediglich die Industrie im Umland hatte Strom und somit „Licht“ zur Verfügung.

Der Mechaniker hatte dann einen Geistesblitz, der an Einfachheit aber Genialität nicht zu übertreffen war. Unter schwierigsten Umständen und mit puristischsten Mitteln schaffte Alfredo etwas, das nicht nur sein Leben, sondern auch das, von hunterttausenden anderen Menschen verändern sollte.

Er füllte alte PET Flaschen mit Wasser und einem Bleichmittel was gegen Algenwachstum helfen sollte.

Diese Flasche montierte er, halb versenkt, auf die Dächer der Hütten in den Townships. Die Folge war, dass das Sonnenlicht in der Flasche so gebrochen und abgestrahlt wurde, dass dieses nahezu die Wirkung einer 60 Watt Glühlampe hatte.

WAS BEDEUTET DAS FÜR UNSERE WOHNRÄUME?!

Im Gegensatz zu den Townships in Brasilien, Indien oder Afrika haben wir in unseren Breitengraden keine Probleme mit dem Bezug von elektrischem Strom, es sei denn, wir haben über einen längeren Zeitraum unsere Stromrechnung nicht bezahlt.

Interessanter Weise stellen wir immer wieder fest, dass bei Neu- und Umbauten das Thema Licht und Beleuchtung in das Resort „Elektroinstallation“ fällt. Das ist fachlich nicht ganz falsch, allerdings findet hier in den meisten Fällen etwas statt, was wiederrum an den Liter Licht erinnert der im Wellblechhüttendach steckt.

Jeder Raum bekommt standardmäßig einen Deckenauslass, egal wie groß, egal was in diesem Raum stattfindet, einfach ein Kabel aus der Decke. Dort hängt dann im schlechtesten Fall noch ein Jahr später eine Fassung und eine Glühlampe baumelnd von der Decke.

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN UNS UND DEN BEWOHNERN EINES TOWNSHIPS?!

Ziemlich einfach… wir erschaffen Wohn(t)räume mit Wohnflächen für meist nur wenige Personen, auf denen im Township 150 Menschen leben würden. Wir verlegen Bodenbelege die pro qm so viel kosten wie anderen Orts Menschen im Monat verdienen und wir verbauen in unseren Bädern Keramiken, für deren Preis man vermutlich ein gesamtes Township mit einem Kanalsystem versehen könnte.

Und dann finden wir uns mit Licht ab, welches völlig konzeptlos und uninspiriert die teuer verbauten und liebevoll geplanten Wohnungsdetails nicht ansatzweise wirken lässt?!

Wir finden, dass eine konzeptionelle Lichtplanung definitiv zu einem Bauvorhaben gehört, und erst die Beleuchtung den Neu- oder Umbau im richtigen Glanz erstrahlen lässt.

Halten wir fest – Alfredo Moser´s „Litre of Light“ ist eine geniale Lösung für alle Townships dieser Welt und unser lichtplanerischer Anspruch geht über einen zentralen Deckenauslass hinaus.

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